Der Markt für Luxusimmobilien gilt als stabil,
doch zuletzt kriselte es in Kärnten auch in diesem Bereich.

Den heimischen Immobilienmarkt hat nach einer Überhitzung vor und in den Corona-Jahren eine hartnäckige Abkühlung erreicht. Der Kärntner Luxusimmobilienmarkt, der aufgrund der vermögenden
Käuferschaft, für die steigende Kreditzinsen oder strengere Kreditvergaberichtlinien nicht relevant sind, als krisenunabhängig gilt, bleibt davon nicht völlig verschont. In diesem Bereich sind ebenfalls
Wolken aufgezogen, wie Günther Seidl, Geschäftsführer von Seidl Immobilien in Velden, bestätigt.

„Der Markt ist nicht schlecht.“ Dass manche Luxusimmobilien über Monate oder Jahre zum Verkauf stehen, habe vielmehr mit hohen Angebotspreisen zu tun, die nicht dem Wert entsprechen. Generell
könne man feststellen, dass auf eine Extremsituation, in der teilweise zu viel für Immobilien gezahlt wurde, nun eben eine Phase der Normalisierung folge. „Die Immobilienpreise sind stärker gestiegen
als die Inflation“, sagt Seidl im Hinblick auf den Boom in den Null-Zins-Zeiten. In Velden gäbe es Grundstücke und Eigentumswohnungen, deren Preise innerhalb von 23 Jahren um 300 Prozent
gestiegen sind. „Der Preis muss passen. Ein Objekt, das länger zum Verkauf steht, hat oft keinen marktkonformen Preis.“

Im Sommer hat der Luxusmarkt in Kärnten übrigens wieder ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben, wie Seidl berichtet. Vier Immobilien, deren Preise bei 3,5 Millionen Euro starten, haben schon einen neuen Eigentümer, vier weitere gehen ins Finale des Eigentümerwechsels – damit werden die Vorjahreszahlen mehr als verdoppelt.

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