Baustopp: Wenn der Luxus einmal Pause machen muss

In der Veldener Bucht hat es sich direkt am Wasser fürs Erste ausgebaut.

Es sieht nicht gut aus für neue Anlagen in der Veldener bucht: Mit dem jetzt verhängten zweijährigen Baustopp für neue Großprojekte am Wasser ist zumindest erst einmal ein Ende in Sachen Luxusappartements mit Seezugang in Sicht. Mit der Verhängung des Baustopps reagierte der Gemeinderat auf die wachsende Zahl neuer Appartementanlagen für Zweitwohnsitze, die in Kärnten bisher leichter zu bekommen waren als an anderen hochpreisigen Immobilienstandorten wie beispielsweise Kitzbühel oder an den Salzburger Seen.

 

Letzte Flächen schützen

Gebaut wurden diese natürlich so nach wie möglich am Wasser, oft mit direktem Seezugang, alternativ auch mit einer Verbindung per Brücke oder Tunnel zum privaten Strandbad – was den freien Zugang zum Wasser immer weiter einschränkte. Diese letzten freien Flächen und Zugänge sollen nun vor weiterem Zugriff geschützt werden – zumindest zunächst einmal. Und auch wenn der Baustopp derzeit nur zwischen Auen am Südufer und der Gemeindegrenze Techelsberg gilt, könnte das Beispiel durchaus Schule machen. “Andere Gemeinden denken da auch schon drüber nach”, weiß Makler Günther Seidl, Inhaber des gleichnamigen Immobilienunternehmens. Denn in den vergangenen sieben bis acht Jahren haben sich die Preise verdoppelt, und inzwischen gebe es so wenige öffentliche Seezugänge, dass die “normale” Bevölkerung zunehmend ausgeschlossen wird, nennt er die Gründe hinter der Entscheidung.

Die Preise am Wörthersee gehen weiter nach oben. So müssen je nach Größe zwischen 2000 und 5000 Euro pro Quadratmeter Grund am Wasser gezahlt werden. Je größer der Grund, desto kleiner der Quadratmeterpreis. Am teuersten sind im Verhältnis kleine Grundstücke direkt am Wasser, auf die ein kleines Häuschen passt, wie Seidl erläutert: “Der Rekord im Vorjahr lag bei 7000 Euro pro Quadratmeter für ein 100 Quadratmeter großes Grundstück.”

Was in absoluten zahlen wiederum fast eine Okkasion ist, wenn man darauf ein 60 Quadratmeter großes, durchaus feines Ferienhäuschen errichtet und damit u eine gute Million sein Eigenheim direkt am See hat. “Das ist allemal mehr wert als eine entsprechende Eigentumswohnung, denn da kann ich dann allein am See baden”, so der Makler.

 

Rekorde bei den Wohnungen

Preisrekorde erzielen aber nicht nur die raren Grundstücke, auch die Wohnquadratmeterpreise erreichen derzeit schwindelnde Höhen. Im Hermitage ist etwa gerade die bis 2016 geltende Schallgrenze von 17.000 Euro auf den Wohnquadratmeter durchbrochen worden.

 

 Hier können Sie den Artikel im Original lesen.

 

Source: Die Presse 10./11. Juni 2017

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